Neuraltherapie

Die von ihren Entdeckern, den Gebrüdern Huneke, entwickelte Behand-lungsmethode (auch als Segmenttheraphie bekannt) beruht auf der Erkenntnis, dass durch nervale Verschaltungen Schmerzursachen und ihre Wirkungen räumlich nicht identisch sein müssen. Durch Aussschaltung bzw. Entblockierung von vermutlichen Störfeldern werden wieder normale physikalische Bedingungen hergestellt, und am erkrankten Organ setzt die Heilung ein. Die Behandlung erfolgt durch Injektionen (i.c., i.m., i.v., i.a.) von Lokalanästhetika wie Procain oder Lidocain in bestimmte Hautseg-mente. Nach der Injektion kann es zu einer sofortigen Schmerzausschaltung kommen. Hält dieser Zustand bis 20 Stunden an, so spricht man vom sogenannten Huneke-Sekundenphänomen.